Allah Die Christen des 7. Jahrhunderts (zur Zeit Mohammeds) in Arabien nannten „den Gott“ Allah. Meines Wissens nennen Christen in arabischen Ländern Gott weiterhin Allah. Die Gottesvorstellungen im Islam und Christentum unterscheiden sich jedoch. Der Islam lehnt die Trinitätslehre entschieden ab. Allah ist somit Gottvater im Wesentlichen gleichzusetzen. Jesus gilt als einer der heiligsten Propheten, war aber dennoch ein Mensch. Das grundlegende Konzept der Einheit Gottes ist im Islam und Christentum unterschiedlich. Aus biblischer Sicht wissen wir, dass alle anderen Propheten die Einheit Gottes lehrten, nicht eine Trinität. Daher könnte man leicht behaupten, dass das Gottesbild im Islam und im Christentum identisch sei. Aus muslimischer Sicht betrachten wir den Gott, zu dem Jesus betete, als den wahren Gott. Muslime glauben daher an denselben Gott wie Christen, allerdings beschränkt sich ihr Glaube auf die absolute Einheit Gottes (trinitaristische Lehren lehnen dieses Konzept ab). Muslime kennen die Lehre des Tawhid, was bedeutet, dass Gott, unser Herr, euer Herr, einer ist (Sure al-Ikhlas). Für Christen ist Gott ein dreieiniger Gott: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Drei Personen teilen dasselbe Wesen (die Göttlichkeit). Die islamische Lehre widerspricht dieser Vorstellung. Für Muslime ist Jesus lediglich ein Gesandter, und der Heilige Geist ist der Erzengel Gabriel. Der Islam akzeptiert daher nicht die Trinitätslehre. Aus islamischer Sicht, die nur den strikten Monotheismus anerkennt, ist die Trinität ein polytheistisches Konzept, das Gott Partner beigesellt. Im Islam wird Allah zudem gleichzeitig geliebt und gefürchtet. Er ist so unergründlich, so jenseits menschlichen Verstehens, dass er Ehrfurcht und Zittern zugleich einflößt. Darüber hinaus ist die christliche Gottesvorstellung persönlicher. Die islamische Gottesvorstellung ist deutlich weniger persönlich. Obwohl der Koran von Allah spricht, der spricht, sieht, hört usw., betont er, dass dies im richtigen Kontext verstanden werden muss. Der islamische Gott, der außerhalb unserer Raumzeit existiert, ist im Wesentlichen unbegreiflich und unerkennbar, außer durch das, was ihm offenbart wurde. Abgesehen von diesen Unterschieden sind sie nahezu identisch. Christen im Nahen Osten nennen Gott Allah und tun dies weiterhin, was darauf hindeutet, dass sie vom selben Gott sprechen. Die Unterschiede ergeben sich allein aus den jeweiligen Religionsunterschieden. Es ist außerdem zu beachten, dass die christliche Reaktion darauf je nach Wohnort variieren kann. In Amerika gibt es ein ständiges Bestreben evangelikaler Gruppen, den Islam in ein möglichst negatives Licht zu rücken. Sie behaupten, dass wir Gott nicht anbeten, nur weil wir einen arabischen Namen für ihn verwenden. Die absurde Logik dahinter ist, dass auch arabische Christen Gott mit dem Namen „Allah“ ansprechen, weil es der arabische Name für Gott ist. Diese Evangelikalen verleugnen also im Grunde ihre eigenen arabischen Glaubensbrüder und -schwestern, wenn sie solche Behauptungen aufstellen. Das ist völlig unlogisch, aber leider haben sie dabei viele Christen einer Gehirnwäsche unterzogen. Jesus Christus wird vom allmächtigen Gott befragt werden, ob er Göttlichkeit beansprucht oder nicht. Allein die Tatsache, dass Jesus Christus physisch lebt und sein Leben verlängert wurde, beweist, dass er nie Göttlichkeit beansprucht hat. Es gibt keine einzige eindeutige oder unmissverständliche Bibelstelle, die belegt, dass Jesus Göttlichkeit beansprucht. Jesus Christus ist einer der menschlichen Propheten wie Adam, Abraham, Moses usw. Essen, Schlafen, Trinken, Wasserlassen, Erschrecken, Staunen, Anfangen – körperliche Aktivitäten sind keine Merkmale Gottes.