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  1. #11
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    O ihr Menschen, hört mir ernsthaft zu, betet Gott an, verrichtet eure fünf täglichen Gebete, fastet im Monat Ramadhan und spendet Zakat aus eurem Vermögen. Verrichtet Hağğ, wenn ihr dazu die Mittel besitzt.
    Die gesamte Menschheit stammt von Adam und Eva. Ein Araber hat weder einen Vorrang vor einem Nicht-Araber, noch hat ein Nicht-Araber einen Vorrang vor einem Araber; Weiß hat keinen Vorrang vor Schwarz, noch hat Schwarz irgendeinen Vorrang vor Weiß; [nimand ist einem anderen überlegen] außer in der Gottesfurcht und in guter Tat. Lernt, dass jeder Muslim der Bruder eines jeden Muslim ist und dass die Muslime eine Bruderschaft darstellen.


    Nichts soll einem Muslim erlaubt sein, das einem muslimischen Bruder gehört, es sei denn, er gibt es ihm aus freiem Willen. Deshalb tut euch selbst kein Unrecht an.
    Bedenkt, eines Tages werdet ihr vor Gott erscheinen und nach euren Taten befragt werden. Also hütet euch, verlasst den Weg der Rechtschaffenheit nicht, wenn ich von euch gegangen bin.
    O ihr Menschen, nach mir wird kein Prophet oder Gesandter mehr kommen, und es wird kein neuer Glaube mehr geboren werden. Überlegt daher vernünftig, o ihr Menschen, und versteht die Worte richtig, die ich euch mitteile. Ich werde nach mir zwei Dinge hinterlassen: den Qur´an und mein Beispiel, die Sunnah, und wenn ihr diesen folgt, dann werdet ihr nie irregehen.


    All jene, die mir zuhören, sollen diese Worte den anderen mitteilen und jene sollen sie wiederum anderen mitteilen, und es mag sein, dass die Letzten die Worte besser verstehen, als jene, die mir zuerst zugehört haben. Sei mein Zeuge, o Gott, dass ich Deinen Menschen Deine Botschaft überbracht habe.”
    So beendete der geliebte Prophet seine letzte Predigt und daraufhin, in der Nähe des Gipfels von Arafat, kam die Offenbarung:

    “…Heute habe ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt...” (Quran 5:3)
    Noch heute wird die Abschiedspredigt des Propheten Muhammad jedem Muslim in jedem Winkel der Welt mit allen möglichen Mitteln der Verständigung mitgeteilt. Muslime werden darüber in den Moscheen und in Schriften aufgeklärt. Tatsächlich erstaunen die Ermahnungen dieser Predigt, berühren sie doch die wichtigsten Rechte, die Gott über die Menschheit und die Menschheit gegenüber einander besitzt. Obgleich die Seele des Propheten diese Welt verlassen hat, leben seine Worte noch immer in unseren Herzen weiter.

    https://www.youtube.com/watch?v=GgpxZGVKJRY

  2. #12
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    Die Nachtreise und die Himmelfahrt

    Dies ist ein Wunder, das Allah dem Propheten zum Trost schenkte, weil innerhalb kurzer Zeit erst seine geliebte Gemahlin Hadiga und dann sein Onkel, die ihm immer Halt und Unterstützung gegeben hatte, verstarben. Einer Überlieferung zufolge verbrachte der Prophet jene Nacht im Hause seiner Tante Ummu Hany; sie berichtet, dass er ihr von seiner Reise erzählte, als sie ihn zum Frühlichtgebet weckte; nach einer anderen Quelle bemerkte seine Gattin ‘A'isha Muhammads Verschwinden, und die Banu ‘Abd al-Muttalib suchten ihn überall vergebens.

    Dagegen, dass es sich um eine echte Abwesenheit handelt und nicht nur um eine geistige Reise oder einen Traum steht eine umstrittene Überlieferung ‘A'ishas, die da lautet: "Sein Körper wurde nicht vermißt, sondern Gott ließ seinen Geist reisen.", sowie die Auslegung des Wortes "Ru'ia" [17:62] als 'Traumgesicht" statt "Vision". Doch schon at-Tabari räumt jeden Zweifel daran aus dem Weg:

    * Der Prophet tritt seine Reise auf einem Reittier an, das seinem Führer Gibril folgt.
    * Es wird ausdrücklich gesagt, dass Allah seinen Diener reisen läßt und nicht nur seinen Geist.
    * Die Mushrikin hätten sich nicht so vehement dagegen gewehrt, ihm zu glauben, wenn es sich nur um einen Traum gehandelt hätte, da im Traum alles möglich ist.

    In der Tat handelt es sich hierbei um ein Wunder, an dem sich sprichwörtlich die Geister scheiden: Einige Menschen, die sich zuvor zum Islam bekehrt hatten, fielen nun wieder vom Glauben ab, weil ihnen dieses Wunder zu unglaublich erschien. Sie suchten Abu Bakr auf und fragten ihn sarkastisch: "Hast Du nicht gehört, was dein Freund (nun schon wieder) behauptet?"

    Abu Bakr hatte das Wunder noch nicht vernommen, und als sie ihm davon berichteten, sagte er: "Wenn er das tatsächlich gesagt hat, glaube ich daran. Wieso sollte ich so etwas anzweifeln, wenn ich glaube, dass er Offenbarungen vom Himmel bekommt?" Seitdem trägt er den Titel as-Siddiq, der Wahrhaftige, der Treue.

    Zur Nachtreise heißt es im Koran:

    "Erhaben ist Gott, der Seinen Diener nachts von der Heiligen Moschee in Mekka zur al-Aqsa-Moschee in Jerusalem führte, deren Umgebung Wir gesegnet haben, um ihm einige Unserer Zeichen zu zeigen. Gott hört und sieht alles." [17:1]

    Allah hatte Gibril befohlen, Muhammad um Mitternacht aufzusuchen. Als der Prophet aufwachte, grüßte ihn der Engel: "Friede sei mit Dir, edler Prophet! Allah möchte Dich einige Seiner Zeichen im Universum schauen lassen." Da folgte er ihm, und Gibril führte ihm das Reittier al-Buraq vor; er saß auf, und in "Lichtgeschwindigkeit" trug es den Propheten zum Sinai, und der Engel zeigte ihm die Stelle, wo Allah einst zu Moses gesprochen hatte, bevor es seinen Ritt bis nach Jerusalem fortsetzte. Der Prophet stieg ab, und in der Moschee warteten bereits die anderen Propheten auf ihn, mit denen er als Imam betete. Dann wurden drei Becher vor ihn gestellt: Wasser, Wein und Milch. Er wählte den letzteren und trank davon, und Gibril versprach ihm: "Du wirst rechtgeleitet werden und dein Volk mit Dir." Hätte er das Wasser gewählt, wären sie ertränkt worden, hätte er sich für den Wein entschieden, dann wären sie verführt worden. (at-Tabari XV, 5)

    Ibn Ishaq berichtet über die anschließende Himmelfahrt:

    "Ein zuverlässiger Mann hat mir von Abu Sa‘id berichtet, dieser habe gehört, wie Muhammad erzählte: Als ich in Jerusalem das Nötige ausgeführt hatte, wurde mir eine Leiter gebracht, wie ich nie eine schönere gesehen habe. Es war die auf welche die Toten bei der Auferstehung ihre Blicke richten. Mein Freund ließ mich aufsteigen, bis wir an eines der Himmelstore kamen, welches das Tor der Wache heißt. Zwölftausendmal zwölftausend Engel hielten dort Wache."

    Isma‘il, unter dessen Befehl sie stehen, fragte nach dem Namen Muhammads und erkundigte sich, ob er wirklich ein entsandter Prophet sei. Auf die bejahende Antwort Gabriels wurde der Eintritt bewilligt. Im unteren Himmel saß ein Mann, dem die Seelen der Menschen vorgeführt wurden. Er freute sich über die eine und sagte: Eine gute Seele aus einem guten Körper gekommen; anderen machte er ein finsteres Gesicht und sagte: Eine hässliche Seele aus einem hässlichen Körper gekommen. Der Mann war Adam. Nun bekommt der Prophet die Strafen der Sünder zu sehen, die nach der Art des


    Verbrechens abgemessen sind. Die Veruntreuer von Waisengut müssen Feuer verschlucken; Wucherer mit gewaltigen Bäuchen werden von Krokodilen ins Feuer gejagt und zertreten; die Ehebrecher hatten vor sich gutes und stinkendes Fleisch, mussten aber vom letzteren Essen; Weiber, die ihren Männern fremde Kinder unterschoben hatten, waren an den Brüsten aufgehängt. Muhammad besuchte die folgenden Himmel, wo in jedem Himmel ein Prophet begegnete, (‘Isa, Yahia, Jusuf, 'Idris, Harun, Musa und) im siebten Himmel Ibrahim. Dann wurde er ins Paradies geführt. Von den Paradiesfreuden und der Begegnung mit Allah schweigt der Bericht Abu Sa‘ids. In anderen Rezensionen (bei Ibn Ishaq von ‘Abdullah ibn Mas‘ud) führt Gabriel ihn zu seinem Herrn, der ihm fünfzig Gebete täglich vorschreibt. Auf Musas Rat brachte es Muhammad stufenweise auf fünf herunter.


    https://www.youtube.com/watch?v=-sZjoT7Gy3g

  3. #13
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    Pierre Vogel - Muslime lasst euch nicht einschüchtern! - ...

    https://www.youtube.com/watch?v=NB4xfD_bIQc

    Pierre Vogel - Wir können den Islam nicht die Muslime ...
    ‪ف
    www.youtube.com/watch?v=igFyoZOHkOc


    Abu Alia - Der gute Charakter eines Muslim - YouTube
    ‪ف
    https://www.youtube.com/watch?v=E0ep9kCOKp0

  4. #14
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    Unter all den Tausenden Hadithen gibt es manche, die zu einer besonderen Kategorie gehören. Sie sind als Hadith Qudsi bekannt. Es sind Aussagen des Propheten Muhammad, die er Gott zuschrieb. Es sind Botschaften Gottes für die Menschheit, aber mit den Worten des Propheten Muhammad. Es gibt über 100 Hadith Qudsi, und sie handeln gewöhnlich von spirituellen oder ethischen Themen. Einer der schönsten und reichhaltigsten der Hadith Qudsi ist die folgende Aussage. Übermittelt von Gott an den Propheten Muhammad und dann weiter und weiter über die Generationen hinweg durch eine authentische und glaubwürdige Kette von Überlieferern.
    "'O Meine Diener. Ich habe Mir Selbst das Unrecht verboten und es auch unter euch für verboten erklärt, so begeht gegen einander kein Unrecht. O Meine Diener. Ihr alle irrt umher, mit Ausnahme dessen, den Ich recht leite.

    So bittet Mich um die Rechtleitung, damit Ich euch dann recht leite. O Meine Diener. Ihr alle seid hungrig, mit Ausnahme dessen, den Ich speise. So bittet Mich um Speise, damit Ich euch dann speise. O Meine Diener. Ihr seid alle nackt, mit Ausnahme dessen, den Ich kleide. So bittet Mich um Kleidung, damit Ich euch dann kleide. O Meine Diener. Ihr begeht Missetaten bei Nacht und am Tage, und Ich bin es, Der alle Missetaten vergibt. So bittet Mich um Vergebung, damit ich euch dann vergebe. O Meine Diener. Ihr werdet es nie erreichen, für Mich einen Schaden zu finden, den ihr Mir zufügen könnt. Und ihr werdet es nie erreichen, für Mich etwas Nützliches zu finden, mit dem ihr Mir Nutzen bringen könnt. O Meine Diener. Wenn die ersten von euch und die letzten von euch, die Menschen unter euch und die Ginn unter euch frömmeren Herzens wären als irgendeiner von euch, so würde dies Mein Königreich um nichts erweitern.


    O Meine Diener. Wenn die ersten von euch und die letzten von euch, die Menschen unter euch und die Ginn unter euch sündigeren Herzens wären als irgendeiner unter euch, so würde dies Mein Königreich um nichts schmälern. O Meine Diener. Wenn die ersten von euch und die letzten von euch, die Menschen unter euch und die Ginn unter euch sich auf einer einzigen Ebene versammelten und Mich um etwas bäten, das ich auch jedem von ihnen gäbe, so würde dies nichts mehr von dem verringern, was sich bei Mir befindet, als das Wasser, das an einer Nadel hängen bleibt, wenn sie aus dem Meer heraus gezogen wird.'"

    https://www.youtube.com/watch?v=F18xC3KNMIM

    https://www.youtube.com/watch?v=I59FVhBakoI

    https://www.youtube.com/watch?v=BovcY-gbJwg

    https://www.youtube.com/watch?v=fKNAueos2nM

  5. #15
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    Gott betont die Gerechtigkeit und der Islam verflucht und verbietet Ungerechtigkeit und Unrecht aller Art. Gott, der Allmächtige, ist der Gerechteste; von Ihm kommt jegliche Gerechtigkeit. Gott hat Sich Selbst Unrecht verboten und Sein Versprechen ist wahr: zahlreiche Verse im Qur´an bezeugen dies:
    "Und dein Herr ist niemals ungerecht gegen die Menschen." (Quran 41:46)
    "Und Gott will keine Ungerechtigkeit gegen die Welten." (Quran 3:108)
    "Wahrlich, Gott tut kein Unrecht; auch nicht vom Gewicht eines Stäubchens." (Quran 4:40)
    Gott hat das Unrecht jeglicher Art auch für die Menschheit untersagt. Der Islam lehrt uns, dass es drei Arten von Unrecht oder Unterdrückung gibt. Das erste ist Ungerechtigkeit gegenüber Gott, das ist wenn man Ihm Partner zur Seite stellt. Das zweite ist Ungerechtigkeit uns selbst gegenüber, das ist wenn wir Sünden begehen und das dritte ist Unrecht anderen gegenüber (der Menschheit oder den Geschöpfen). Der Islam ist mehr als eine Religion, er ist ein Verhaltenskodex.


    Dem Islam zu folgen bedeutet, dass die Rechte, die Gott der Menschheit verliehen hat, respektiert und bewahrt werden. Der Islam gebietet Gerechtigkeit gegenüber allen Geschöpfen, großen und kleinen.
    "Wahrlich, Wir schickten Unsere Gesandten mit klaren Beweisen und sandten mit ihnen das Buch und die Waagewerte herab, auf daß die Menschen Gerechtigkeit üben mögen." (Quran 57:25)


    Diesen Hadith Qudsi beginnt Gott damit, die Wichtigkeit der Gerechtigkeit zu betonen. Er verflucht das Unrecht und macht ganz deutlich, dass es weder zum Islam passt, noch von den Gläubigen toleriert wird. Allerdings bleibt es nicht dabei, Er fährt fort zu sagen, dass die gesamte Menschheit irre geht, bis auf diejenigen, die Er (Gott) ausgewählt hat, um sie rechtzuleiten. Er sagt, dass wir nur Ihn um Rechtleitung bitten sollen, denn sie kann von keinem anderen erhalten werden.
    Ohne Rechtleitung sind wir verloren, kontinuierlich auf der Suche nach Trost. Sie ist das wertvollste Geschenk Gottes. Dies zu wissen und die Konzepte von Gerechtigkeit und Vergebung zu verstehen, die dem Islam innewohnen, bereichert und vervollständigt uns.

    Zu wissen, dass unser Zweck darin besteht, Gott zu dienen, befreit uns. Rechtleitung befähigt eine Person, den Segen, den Gott jede Sekunde eines jeden Tages gewährt, zu akzeptieren und dankbar dafür zu sein. Die Menschheit ist von Gott abhängig; Gott hat keinen Nutzen an der Menschheit. Dieser reichhaltige Hadith gibt uns ein deutliches Verständnis von unseren Bedürfnissen Gott gegenüber. Nächste Woche werden wir dieses Thema diskutieren und lernen, dass nichts geschieht, außer mit der Erlaubnis Gottes.


    https://www.youtube.com/watch?v=Yq8-IpNjJ0c

    https://www.youtube.com/watch?v=MCiCs7DBGdA

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